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Wir verschenken ein Haus – das Blatterhaus von 1560

(Die Aktion wurde im Juni 2007 erfolgreich abgeschlossen)


Am Anfang war eine dreissigköpfige Erbengemeinschaft im Besitz des in die Jahre gekommenen Blatterhauses von 1560. Die Stiftung Altes Turtmann schaffte es, in zwei Jahren sämtliche Unterschriften und Beglaubigungen zu organisieren. Zuerst schenkte die Erbengemeinschaft das Haus der Stiftung Altes Turtmann. 2007 verschenkt die Stiftung das Haus weiter. Dies natürlich im Einverständnis mit den vorherigen Besitzern und weil die Stiftung bereits an einem anderen Projekt engangiert ist. (Renovation des Thurelle Bertschen 1662).

An Ostern 2007 wurde die Schenkungsaktion lanciert. Dank der Pressekonferenz mit 5 Fachreferenten, unserer Blatterhaus-Idee, den historischen Immobilien-Angeboten aus privater Hand und dem geplanten Projekt des Atelier 5 aus Bern im Turtmänner "Beibrächi-Quartier" fanden wir viel Aufmerksamkeit. Den Medien, resp. deren ausgezeichneter Berichterstattung ist es zu verdanken, dass sehr viele Leute den Weg nach Turtmann zum Blatterhaus fanden.
Daraus resultierten 8 schriftliche Bewerbungsdossiers, aus welchen die Stiftung Altes Turtmann die Sieger auserwählte.

Das Blatterhaus wurde der Familie Josef Küng-Lisibach aus Beromünster zugesprochen.
Das Bewerbungsdossier überzeugte, der Stiftungsrat entschied einstimmig.


Hier die Hauptargumente, welche für die Vergabe des Blatterhauses an die Fam. Küng-Lisibach aus Beromünster sprachen:

1. Familienprojekt. Die Familie Küng will das Blatterhaus vor allem in Eigenarbeit restaurieren. Folgende Handwerks-Berufe sind direkt in der Familie vertreten: Landwirt, Schreiner, Gipser, Mechanikerin, Glaser, Zimmermann und Gartenbaufachmann

2. Seriöse Bewerber mit Erfahrung beim Umbau von historischen Gebäuden. Die Familie Küng hat in den letzten Jahren ein Luzerner Bauernhaus und einen Speicher fachmännisch restauriert.

3. Schnellster Beginn der Arbeiten. Die Familie Küng möchte im Sommer 2008 die wichtigsten Arbeiten grösstenteils beenden.

4. Sämtlliche Bedingungen der Stiftung werden erfüllt. Das Haus wird in den kommenden fünf Jahren und in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachbehörden restauriert.


Unser grösstes Ziel haben wir nun mit der bevorstehenden Rettung des Blatterhauses erreicht. Falls wir mit unserer Aktion einen Input zur Erhaltung von historischen Bauten – auch in anderen Dörfern – geben konnten, würde uns dies sehr stolz machen.

Nachahmer sind ausdrücklich und im Sinne unseres kulturhistorischen Erbes sehr erwünscht.