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| Vor der Renovation ca. 1980 | nach der Renovation 1983/84 |
Das «Wäbihüs», auch «Bärtschuhüs» oder
Bertschenhaus genannt, ist ein schöner, herrschaftlicher Bau im Turtmänner-Quartier «Aennät
Briggu». Der Firstbalken trägt die Jahrzahl 1648. Besonders bemerkenswert
ist ein in den Bau einbezogener, leicht vorragender Treppenturm mit einer Wendel.
Das schöne Rundbogenportal ist in Tuffstein gefasst, wie auch die Fensterumrahmungen.
Die Fenster des Treppenturmes sind jeweils auf Zwischengeschosshöhe übereinander
angeordnet.
Die ursprüngliche Fenstergliederung wurde bei der Renovation wieder hergestellt.
Sie verrät uns das feine Gespür für Fassadengliederung in der
damaligen Zeit. Interessant sind auch die beiden Rundbogenfenster des im Parterre
liegenden Saales.
Das Wäbihüs verfügt nebst den damals üblichen Hochparterre-Sälen
noch über zwei gute Keller mit Tonnengewölbe. Im Giebeldreieck fallen
zwei sogenannte «oculi», augenförmige Fensteröffnungen,
auf. An der Südseite ist auf Höhe des dritten Stockes eine idyllische
Holzlaube angebaut. Die reichhaltige Fassadenbemalung im Graphit-Ton, für
die damalige Zeit in Turtmann üblich und typisch, wurde bei der Renovation
wieder hergestellt.
Der verstorbene Kunsthistoriker Dr. Walter Ruppen bezeichnete
das Wäbihüs als eines der schönsten Häuser im Wallis. Nicht
ohne Grund steht das Wäbihaus unter nationalem Denkmalschutz und wurde 2004 mit
dem Bronzestern des Kantons Wallis geehrt – eine Auszeichnung für Qualität
und Ursprünglichkeit von Walliser-Gebäuden welche unter Denkmalschutz stehen.
...und heute
Das Waebihaus wurde von der Stiftung Altes Turtmann gekauft und renoviert.
Im Jahr 2000 wurde das Wäbihaus für einen bescheidenen Betrag der Minizipalgemeinde
verkauft und somit der Öffentlichkeit übergeben. Seither wurden die Räumlichkeiten
sei es als Schulzimmer, Büros oder auch Wohnungen vermietet.
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